Ihre Meldung liegt sofort auf meinem Telefon, auch abends. Ich rufe Sie an, und wenn ich es heute nicht mehr schaffe, sage ich Ihnen das und nicht nichts.
Ausserhalb der üblichen Zeiten arbeite ich auch: Abends und samstags, Sonn- und Feiertage. Dafür kommt ein Aufschlag auf die Zeit, und er steht weiter unten, bevor Sie ihn auf einer Rechnung finden.
● / Erpressung
Ihre Dateien sind gesperrt, und jemand will Geld dafür.
Auf dem Bildschirm steht eine Zahlungsaufforderung, die Dateien heissen anders als gestern und lassen sich nicht öffnen. Was Sie in der nächsten halben Stunde tun, entscheidet, wie viel zurückkommt.
Erkennen Sie das wieder?
- Dateinamen haben eine fremde Endung bekommen und lassen sich nicht öffnen
- In jedem Ordner liegt eine Textdatei mit einer Zahlungsaufforderung
- Ein Fenster verlangt Zahlung in einer Digitalwährung, mit einer Frist
- Auch das Netzlaufwerk ist betroffen, nicht nur der eine Rechner
01 / Bevor jemand da ist
Das können Sie in den nächsten Minuten selbst tun.
Das jetzt
- Trennen Sie die betroffenen Rechner vom Netzwerk: Netzwerkkabel ziehen, WLAN aus. Das ist der eine Handgriff, der die Ausbreitung stoppt, und er kostet nichts.
- Trennen Sie auch die Sicherungsfestplatte, falls sie noch angesteckt ist. Eine Sicherung, die mitverschlüsselt wird, ist keine mehr.
- Fotografieren Sie den Bildschirm mit dem Telefon. Was dort steht, sagt einem Fachmann, womit Sie es zu tun haben, und das Fenster ist manchmal später weg.
Das auf keinen Fall
- Zahlen Sie nicht. Es gibt keine Zusage, dass Sie danach an Ihre Daten kommen, und Sie stehen ab dann auf einer Liste von Betrieben, bei denen es funktioniert hat.
- Löschen Sie nichts und formatieren Sie nichts. Auch verschlüsselte Dateien werden manchmal wieder lesbar, wenn ein Schlüssel bekannt wird, und dann müssen sie noch da sein.
- Schalten Sie den Rechner nicht aus, sondern trennen Sie ihn nur vom Netz. Beim Herunterfahren geht verloren, was noch im Arbeitsspeicher steht, und das ist gelegentlich der Schlüssel selbst.
● / Notfall melden
Betrieb, Nummer, was passiert ist. Mehr brauche ich nicht.
02 / Wenn ich übernehme
Was dann passiert, in dieser Reihenfolge.
- 1
Zuerst klären wir, wie weit es gekommen ist: ein Arbeitsplatz, alle, oder auch der Server. Danach richtet sich alles Weitere.
- 2
Dann sehen wir uns Ihre Sicherungen an, und zwar die, die nicht am Netz hingen. Aus denen entsteht der Weg zurück.
- 3
Sie bekommen von mir eine Einschätzung, ob eine Meldung fällig ist. Wenn dabei Daten von Kunden oder Mitarbeitern abgeflossen sind, hat das Fristen, und die laufen ab dem Zeitpunkt, an dem Sie es bemerkt haben.
- 4
Der Wiederaufbau beginnt erst, wenn klar ist, wie der Angreifer hereingekommen ist. Sonst ist der neu aufgesetzte Rechner nach zwei Wochen wieder dran.
03 / Was es kostet
Sie sollen die Rechnung vorher kennen.
Abgerechnet wird die Zeit, die ich gebraucht habe, und nicht die, die ich hätte brauchen können. Sobald ich sehe, dass es teurer wird als gedacht, rufe ich an, bevor ich weitermache.
Ich komme, sehe mir an, was steht, und bringe es wieder zum Laufen. Abgerechnet wird die Zeit, die ich bei Ihnen bin.
Angefangen wird mit einer Stunde.Vieles lässt sich ohne Anfahrt lösen, wenn ich auf Ihren Rechner schauen darf. Das ist der schnellere und der günstigere Weg.
Angefangen wird mit 30 Minuten.Einmal je Einsatz, unabhängig von der Dauer. Im Umkreis von Ochtrup, weiter weg sage ich Ihnen den Betrag vorher.
Aufschlag auf die Zeit ausserhalb der üblichen Arbeitszeit. Auf die Anfahrt kommt er nicht.
Aufschlag auf die Zeit an Sonn- und Feiertagen. Auf die Anfahrt kommt er nicht.
04 / Damit Sie wissen, woran Sie sind
Ein Mensch, kein Callcenter.
Ich arbeite allein von Ochtrup aus. Wer bei mir anruft, bekommt mich, und wer mich beauftragt, bekommt auch mich und keinen Techniker, der die Geschichte noch nicht kennt.
Was ich nicht bin: eine Leitung, die rund um die Uhr besetzt ist. Wenn Sie das brauchen, weil ein Ausfall Sie stündlich Geld kostet, sagen Sie mir das, und ich sage Ihnen ehrlich, ob ich der Richtige bin.
Eine Telefonnummer steht hier nicht, und dafür gibt es einen Grund: Ich bin meistens bei einem Kunden und gehe dann nicht ans Telefon. Melden Sie sich über das Formular, dann sehe ich das sofort und rufe zurück.
Und ich sage Ihnen vorher, wenn ein Fall nicht in meine Hände gehört. Eine Festplatte, die für einen Reinraum ist, gebe ich weiter, statt sie zu öffnen und Ihnen danach eine Rechnung zu schreiben.
05 / Häufige Fragen
Was Betriebe in dieser Lage fragen.
Ist das nicht ein Fall für die Polizei?
Ja, und eine Anzeige ist sinnvoll, schon für Ihre Versicherung. Sie hilft Ihnen aber nicht dabei, am Donnerstag wieder Rechnungen zu schreiben. Beides läuft nebeneinander.
Wir haben eine Cyberversicherung.
Dann sagen Sie mir das gleich zu Beginn. Manche Verträge schreiben vor, wen man einschaltet und was man dokumentieren muss, und wer sich zuerst kümmert und dann meldet, steht schlechter da.
Wie ist das überhaupt hereingekommen?
Meistens über einen Anhang in einer Mail, über einen Fernzugang, der aus dem Internet erreichbar war, oder über ein Passwort, das anderswo schon bekannt war. Was es bei Ihnen war, sehe ich mir an, bevor irgendetwas neu aufgesetzt wird.